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Netzanschluss Trinkwasser

Trinkwasser-Installation während der Corona-Pandemie im Blick behalten

Viele Geschäfte und Einrichtungen sind derzeit durch behördliche Anordnung geschlossen. Trotzdem benötigt die Wasserinstallation regelmäßige Aufmerksamkeit. Damit beispielsweise bei der Wiedereröffnung Trinkwasser in einwandfreier Qualität „aus den Hahnen“ kommt, müssen einige technische Vorgaben beachtet werden, die in der DIN EN 806-5 und der DIN 1988-100 geregelt sind. Während der Schließung muss sichergestellt sein, dass entweder der bestimmungsgemäße Betrieb aufrechterhalten oder die Trinkwasser-Installation vorübergehend stillgelegt wird.  

Bestimmungsgemäßer Betrieb bedeutet, dass das Trinkwasser in der Anlage regelmäßig vollständig ausgetauscht wird. Dazu müssen alle Wasserhähne und andere Entnahmestellen im Gebäude wie Duschen, Toiletten etc. mindestens alle sieben Tage – besser noch alle drei Tage – genutzt werden.

Wer in der nächsten Zeit tatsächlich gar kein Trinkwasser mehr benötigt, für den ist eine vorübergehende Stilllegung die bessere Alternative. In dem Fall wird die Installation am Hausanschluss abgesperrt. Ist nicht das ganze Gebäude betroffen, muss die Absperrarmatur in der Zuleitung zur einzelnen Wohn- / Geschäftseinheit abgesperrt werden. Da die Installation mit Trinkwasser befüllt bleibt, sollte bei der späteren Inbetriebnahme das Wasser an allen Entnahmestellen so lange laufen gelassen werden, bis sich die (kalte) Temperatur nicht mehr ändert.

Wer sich unsicher ist, welcher Weg für seinen Betrieb der richtige ist, solle sich direkt an einen SHK-Betrieb (Sanitär-Heizung-Klima) wenden. Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet hinter dem Hausanschluss. Für die Installationen im Gebäude sind die entsprechenden Handwerksbetriebe zuständig. 

Weiter Informationen:

 

Allgemeine Informationen 


 

Betrieb von Trinkwasserinstallationen

 Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nummer 1. Die sogenannten Anschlussnehmer (Betreiber von Trinkwasserinstallationen) sind für einen ordnungsgemäßen Erhalt des Zustandes ihrer Wasserinstallationen ebenso verantwortlich, wie wir es auch vom Betrieb von Kraftfahrzeugen kennen. Um zum Beispiel Rücksaugen von verunreinigtem Wasser in die häusliche Trinkwasserinstallation oder in das öffentliche Versorgungsnetz zu vermeiden, sind wiederkehrende Instandhaltungen vorzunehmen. Unter anderem sind Rückflussverhinderer einer jährlichen Inspektion und Wartung zu unterziehen. Es empfiehlt sich deshalb, eine Fachfirma mit den regelmäßigen Inspektionen / Wartungen zu beauftragen.

Für detaillierte Informationen wenden Sie sich bitte an einen Fachbetrieb. Eine Liste der eingetragenen Fachbetriebe finden Sie hier.


Weitere Informationen

Epoxidharzbeschichtung in Trinkwasserinstallationen

Im Netzgebiet der Stadtwerke Frankenthal sind bei entsprechenden Arbeiten an hausinternen Trinkwasseranlagen die Trinkwasserverordnung, die Beschichtungsleitlinie des Umweltbundesamtes und die DVGW-Richtlinien zu beachten. Nach § 12 Abs. 2 und Abs. 4 der AVBWasserV sowie nach § 17 Abs. 1 TrinkwV sind Anschlussnehmer (Kunden) und Vertragsinstallationsunternehmen (VIU) verpflichtet, die anerkannten Regeln der Technik einzuhalten. Derzeit gibt es weder ein durch das Umweltbundesamt zugelassenes Dichtungsmaterial auf Epoxidharzbasis, noch entsprechende DVGW-Arbeitsblätter zur Epoxidharzsanierung. Somit entsprechen diese Verfahren nicht den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Aus trinkwasserhygienischer Sicht fehlen zurzeit noch relevante Datengrundlagen und Voraussetzungen zum Verfahren der Epoxidharzbeschichtung.

Aus diesen Gründen und insbesondere aus Gründen der Gesundheitsgefährdung ist die Sanierung häuslicher Trinkwasserinstallationen durch eine Innenbeschichtung mit Epoxidharz im Netzgebiet der Stadtwerke Frankenthal nicht erlaubt.

Nutzung von Brauch- und Regenwasser im Haushalt

Informationen für Inhaber von Eigenwasserversorgungsanlagen

Zu Eigenwasserversorgungsanlagen zählen z.B. Regenwassernutzung, eigene Hausbrunnen oder Badewasserabläufe, die zusätzlich zu einem Trinkwasseranschluss im Haus genutzt werden. Nicht eingeschlossen ist die ausschließliche Nutzung außerhalb des Hauses, z.B. zur Gartenbewässerung.

Die Anlagen müssen so geplant, gebaut und betrieben werden, dass Rückwirkungen auf das Trinkwasser der öffentlichen und häuslichen Wasserversorgung jederzeit ausgeschlossen sind:

  • keine Verbindung von Trink- und Brauchwasser
  • eindeutige, farbliche und dauerhafte Kennzeichnung von Brauchwasserleitungen
  • eindeutige Kennzeichnung aller Entnahmestellen für Brauchwasser und deren Sicherung vor unbefugter Nutzung
  • Bau von Regenwassernutzungsanlagen durch anerkannte Fachfirmen


Die Gesundheitsbehörde und das Wasserversorgungsunternehmen sind über die Inbetriebnahme, den Betrieb und die Außerbetriebnahme von Anlagen zu informieren. 

Sie haben weitere Fragen rund um die Eigenwassernutzung?

Patrick Heringer hilft Ihnen gerne weiter: 
Tel: (06233) 602-130 
patrick.heringer(at)stw-frankenthal.de 


Installateure

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