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Stadtwerke-Patenschaft für bedrohte Igel

Nicht nur exotische Tiere wie Pandas und Eisbären sind vom Aussterben bedroht. Auch viele heimische Tierarten kämpfen ums Überleben. Wussten Sie, dass auch der Igel auf einer Vorwarnliste für die rote Liste der bedrohten heimischen Arten steht? Deshalb steht er in vielen europäischen Ländern bereits unter strengem Naturschutz.

Die moderne Land- und Forstwirtschaft hat seinen natürlichen Lebensraum weitgehend zerstört. Der großflächige Einsatz von Pestiziden und die zunehmende Flächenversiegelung sind weitere Bedrohungen. Auch der eigene Garten bietet selten geeignete Nist- oder Überwinterungsmöglichkeiten.

Diese Probleme können wir natürlich nicht lösen – aber wie in anderen Bereichen der Nachhaltigkeit (u.a. Erneuerbare Energien, Elektromobilität und unser Bienenprojekt) wollen wir uns engagieren. Als Igel-Pate unterstützen wir die Tierhilfe Frankenthal bei ihrem Pflege-Einsatz für die Igel.

Zudem hat unsere Kollegin Sandra Habel einen Igel zur Überwinterung bei sich aufgenommen. Ziel ist es, die kleine "Soul" im Frühjahr gesund und stark wieder auszuwildern.

In unserem Blog „Soul – Tagebuch eines Igels“ können Sie alle Gedanken von Soul zu ihrer Überwinterung bis hin zu ihrer Auswilderung im Frühjahr nachlesen. Natürlich werden auch Infos zur Pflege, zu Aufwand und Equipment nicht fehlen.


Soul – Tagebuch eines Igels: #24 „Gartenausflüge“

Soul – Tagebuch eines Igels: #24 „Gartenausflüge“

„Es gibt Tage, die sind besonders. Warum? Da darf ich im Garten frei herumlaufen. So schnell, wie mich meine kleinen Beinchen tragen flitze ich über den Rasen und suche mir ein Versteck. Auch ein kleines Mäuerchen ist für mich kein Hindernis….oder doch?“

  • Igel sind gute Kletterer, in freier Natur lieben sie höhlenreiche und Wärme speichernde Steinhaufen oder Natursteinmauern, auch Treppenstufen und kleine Mäuerchen sind kein Hindernis. Igel legen nachts mehrere Kilometer auf der Suche nach Nahrung – oder in der Paarungszeit nach einem Weibchen – zurück. 
  • Ein Außengehege in menschlicher Obhut sollte wenigstens einen, besser zwei Quadratmeter umfassen, mindestens 45-50 cm hoch und absolut ausbruchssicher sein. Igel können nämlich nicht nur gut klettern, sondern auch buddeln. 
  • Soul hat ein Außengehege in der Größe 160*100*63 cm mit großzügigem Schlafhaus. Für die Vorbereitung auf die Auswilderung ist das ausreichend. Aber ab und zu ein bisschen Freilauf kann nur guttun – damit Soul sich auch mal richtig bewegen und „Freiheit schnuppern“ kann.


Wie geht es weiter?
Alle Gedanken von Soul zu ihrer Überwinterung bis hin zu ihrer Auswilderung jede Woche aktuell bei uns im Facebook-Blog.

Soul – Tagebuch eines Igels: #23 „Natürliche Nahrung“

Soul – Tagebuch eines Igels: #23 „Natürliche Nahrung“

„Was rieche ich da? Mein Mensch stellt mir mein Futter in den Stall und heute duftet es wirklich verführerisch.... Und was höre ich da? Das Geräusch kenne ich auch noch nicht. Ich bin schon aufgeregt was mich erwartet. Bald wird es dunkel und dann schau ich gleich mal nach …“

  • Die Hauptnahrung der Igel sind Käfer, Regenwürmer und Larven von Nachtschmetterlingen. Ohrwürmer sind eine besondere Delikatesse, während ihnen Asseln nicht besonders gut schmecken. Außerdem fressen sie auch Schnecken, Hundert- und Tausendfüsser, Spinnen und sonstige Insekten. Pflanzliche Nahrung nehmen Igel nur zufällig auf, wenn an einem Regenwurm noch etwas Gras haftet oder der Wurm im Fallobst verführerisch duftet. Igel fressen kein Obst und Gemüse! (Quelle: Proigel.de) 
  • Soul bekommt täglich 200 Gramm hochwertiges Katzennassfutter, dazu gibt´s immer wieder getrocknete Heuschrecken, Seidenraupen und Mehlwürmer. Damit sich Soul an artgerechtes Futter gewöhnen kann, bekommt sie zusätzlich noch lebendige Mehlwürmer als Vorbereitung auf die Freiheit.

Wie geht es weiter?
Alle Gedanken von Soul zu ihrer Überwinterung bis hin zu ihrer Auswilderung jede Woche aktuell bei uns im Facebook-Blog.

Soul – Tagebuch eines Igels: #22 „Überwältigende Eindrücke“

Soul – Tagebuch eines Igels: #22 „Überwältigende Eindrücke“

„Nachts, wenn alle schlafen, gehe ich auf Entdeckungsreise. Mit meiner Nase erkunde ich die Umgebung. Das ist ungeheuer aufregend. Überall raschelt es leise, ich rieche so viele verschiedene Gerüche und das Tollste ist: Ich kann jeden Geruch „schmecken“! Ich bin total überwältigt und muss die Eindrücke erst mal in Ruhe „bekauen“.“

  • Igel sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere, da ihre bevorzugte Nahrung wie Laufkäfer, Insektenlarven und anderes Kleingetier ebenfalls hauptsächlich in der Dunkelheit unterwegs sind.
  • Der Hör-, Riech- und Tastsinn sind besonders ausgeprägt. Ein zusätzliches Sinnesorgan ist das Jacobsonsche Organ (zusätzliches Geruchsorgan). Begegnen Igel einem unbekannten Geruch, beriechen und besaufen sie diesen, bis ein schaumiger Speichel entsteht. Den Speichel spucken sie unter großen Verrenkungen auf ihrem Rücken wieder aus.

(Quelle. Proigel.de) 

Wie geht es weiter?

Alle Gedanken von Soul zu ihrer Überwinterung bis hin zu ihrer Auswilderung jeden Sonntag aktuell bei uns im Facebook-Blog.

Soul – Tagebuch eines Igels: #21 „Mein Umzug“

Soul – Tagebuch eines Igels: #21 „Mein Umzug“

„Endlich ist es soweit. Ich bin schon soooo aufgeregt: Ich darf jetzt in mein Freigehege! Das ist auch viel größer als mein Stall. Ich bin ganz aufgeregt. Ein tolles Schlafhaus hat mein Mensch mir auch eingerichtet, mit viel zerknülltem Papier und Handtüchern. Ich fühle mich gleich pudel-, ich meine natürlich igel-wohl. Was ich dort wohl alles erleben werde?“

  • Zerknüllte Zeitung und Handtücher im Schlafhaus sorgen nicht nur für Wärme (auch im späten Frühjahr gibt es noch kalte Nächte), sondern schützen auch das Auge vor Dreck und Staub. So kann Soul sich langsam an das Leben „unter freiem Himmel“ gewöhnen.  

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Soul – Tagebuch eines Igels: #20 „Mein Außengehege“

Soul – Tagebuch eines Igels: #20 „Mein Außengehege“

„Während ich noch in meinem kuscheligen Stall sitze, baut mein Mensch ein Außengehege für mich. Gut aussehen tut es schon mal: Ein schönes Schlafhaus und ein kleiner Holzhaufen mit altem Laub. Ich glaube, das wird mir gefallen…“

  • Pflege-Jung-Igel müssen grundsätzlich über ein Freigehege auf das Leben in der Natur vorbereitet werden. Da sie ihren normalen Lebensraum noch nicht kennen, müssen sie erst lernen, die Umgebung zu erkunden und sich selbst zu versorgen.


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Soul – Tagebuch eines Igels: #19 „Mein Auge“

Soul – Tagebuch eines Igels: #19 „Mein Auge“

„Täglich bekomme ich meine Augentropfen. Die Entzündung ist gut abgeheilt – sehen kann ich auf dem Auge aber bisher noch nichts. Mein Mensch scheint traurig darüber zu sein. Ich möchte sie gerne trösten und ihr sagen: Ich sehe doch mit meiner Nase …. hab Vertrauen – ich schaff das schon.“

  • Mit ihrem hervorragenden Geruchssinn finden Igel Nahrung und Artgenossen. Das Gehör ist ebenfalls gut ausgeprägt, es reicht weit in den Ultraschallbereich hinein. Das Sehvermögen ist dagegen nur mäßig. 
    Noch haben wir Hoffnung, dass Soul auf dem verletzten Auge wieder sehen kann.
    (Quelle: proigel.de)

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Soul – Tagebuch eines Igels: #18 „Immer diese Wiegetage“

Soul – Tagebuch eines Igels: #18 „Immer diese Wiegetage“

„Ich komme mir vor wie bei den „Gewicht Überwachern“. Alle paar Tage werde ich gewogen! Durch den Winterschlaf habe ich einiges an Gewicht verloren und die Schmerzen am Auge haben mir den Appetit vermiest. Stolze 800 Gramm wog ich vor dem Winterschlaf, zu Start der Behandlung hatte ich nur noch 550 Gramm unter den Stacheln. Irgendetwas mischt mir mein Mensch unters Futter. Dadurch geht es mir besser und ich futtere mir wieder fleißig Gewicht an. Es gibt jetzt täglich auch die kleinen Proteinsnacks aus getrockneten Heuschrecken, Seidenraupen und Mehlwürmern. Yammi. Mein Mensch findet´s nicht ganz so lecker…“

  • Der Igel verliert im Winterschlaf durchschnittlich 30% seines Körpergewichts. Durch die Schmerzen hatte Soul aber kaum noch Appetit. Zusätzlich zum Antibiotikum und den Augentropfen gegen die Entzündung wurde ein leichtes Schmerzmittel unter das Futter gemischt.
  • Nun muss Soul erst einmal „aufgepäppelt“ werden, bis sie so viel wiegt wie vor dem Winterschlaf. Das dauert etwa 2 bis 3 Wochen. Anschließend kann sie in die „betreute Auswilderung“.

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Soul – Tagebuch eines Igels: #17 „Endlich wieder zu Hause“

Soul – Tagebuch eines Igels: #17 „Endlich wieder zu Hause“

„Nach zwei Tagen bei der Tierhilfe durfte ich endlich wieder heim in meinen Stall. Warum ist denn da kein Stroh mehr? Stattdessen hat mein Mensch Handtücher mit zerknüllter Zeitung ausgelegt. Das ist auch kuschelig. Aber jeden Tag bekomme ich Augentropfen und eine Spritze. Das nervt…“

  • Bei Soul wurde eine eitrige Augenentzündung festgestellt. Die Behandlung erfolgt im Allgemeinen mit den in einer Kleintierpraxis üblichen Mitteln bzw. Wirkstoffen. Soul bekommt täglich eine Antibiotika-Spritze sowie Augentropfen gegen die bakterielle Entzündung. Das erfordert Zeit und Geduld. Die Kooperation eines Igels hält sich in Grenzen.
  • Damit Souls Auge abheilen kann und wenig Staub, Dreck und Verletzungsgefahr ausgesetzt ist, wurde das Stroh vorübergehend aus dem Stall entfernt.


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Soul – Tagebuch eines Igels: #16 „Ich fühl mich nicht gut!“

Soul – Tagebuch eines Igels: #16 „Ich fühl mich nicht gut!“

„Jetzt bin ich richtig wach. Aber ich fühle mich überhaupt nicht gut. Mein Mensch hat mich eben ganz erschrocken angeschaut und versucht, ein nasses Tempo auf mein Auge zu halten. Das tut weh, darum rolle ich mich lieber ein. Aber sie gibt nicht auf, obwohl ich ihr schon den ganzen Arm zerkratzt habe. Endlich hat sie aufgehört. Sie setzt mich traurig in einem Handtuch eingewickelt in eine Box. Wir laufen zum Auto – wo es nur hingeht?“

  • Wir haben bei Soul nach dem Winterschlaf eine verkrustete Augenentzündung festgestellt. Die Verkrustung muss vorsichtig eingeweicht werden, damit man sie vom Auge ablösen kann. Das ist bei stacheligen Igeln nicht so einfach. Daher haben wir Soul umgehend zur Tierhilfe Frankenthal gebracht: Dort konnte nicht nur die Verkrustung gelöst, sondern Soul auch fachmännisch erstversorgt werden. Am nächsten Tag wurde Soul Dr. Schwenke in Frankenthal, einem igelkundigen Tierarzt vorgestellt.

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Soul – Tagebuch eines Igels: #15 „Hallo: Wach!“

Soul – Tagebuch eines Igels: #15 „Hallo: Wach!“

„Mein Herz schlägt ganz schnell und meine Beine zittern seit Stunden – was ist nur mit mir los? Ich habe so schön geschlafen. Und jetzt bin ich hungrig wie ein Bär. Es scheint auch gar nicht mehr so kalt zu sein…“

  • Der Igel erwacht meist bei länger anhaltenden Außentemperaturen um 10 Grad. Der Aufwachvorgang dauert mehrere Stunden und verursacht einen enormen Energieverbrauch. Dabei verbraucht der Igel speziell das braune Fett im Schulterbereich. Die beim Erwachen bis zu fünffach erhöhte Durchblutung und die stark beschleunigte Herz- und Atemfrequenz wird von einem Zittern der Muskeln, insbesondere der Beine begleitet. 

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Soul – Tagebuch eines Igels: #14 „Der frühe Igel fängt den Wurm?“

Soul – Tagebuch eines Igels: #14 „Der frühe Igel fängt den Wurm?“

„Draußen sind schon wieder die ersten Igel unterwegs. Der frühe Igel fängt den Wurm, oder wie? Ich bin dann eher ein Langschläfer und bleibe noch ein paar Tage in meinem warmen Strohhaufen liegen... meine Würmer muss ich sowieso nicht selbst fangen… ich hab ja schließlich hier *all inklusive* gebucht…“

  • Bei konstanten milden Außentemperaturen erwachen Igel aus dem Winterschlaf. Die Männchen übrigens ein paar Wochen früher als Weibchen und Jungigel. Warum ist das so? Die Igelweibchen müssen sich vor dem Winterschlaf von der Jungenaufzucht erholen und schlafen später ein als die Männchen. Zuletzt gehen die Jung-Igel in Winterschlaf. Sie brauchen die Zeit, bis sie ein ausreichendes Winterschlafgewicht erreicht haben. Dementsprechend schlafen sie auch am Längsten.

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Soul – Tagebuch eines Igels: #13 „Draußen ist was los…“

Soul – Tagebuch eines Igels: #13 „Draußen ist was los…“

„Während ich noch im Winterschlaf bin, starten die ersten Gartenarbeiten. Irgendwo da draußen ist meine Familie – ich hoffe, es geht ihnen gut...“

  • Je nach Witterung beenden Igel Ende März bis Mitte April ihren Winterschlaf.
    Bei den ersten Gartenarbeiten im Frühjahr ist höchste Vorsicht geboten. Es könnte sich noch ein Igel im Winterschlaf in Ihrem Garten befinden. Mit bloßem Auge sind Igel an ihren Schlafplätzen kaum zu entdecken. Daher:
    - Kontrollieren Sie potentielle Verstecke vorsichtig. Einen versehentlich abgedeckten Igel im Winterschlaf sofort wieder zudecken.
    - Nicht mit Stechgabeln oder Ähnlichem in Kompost-, Laub- oder Asthaufen hineinstechen.
    - Hohes Gras mit Vorsicht mähen und bitte keine Rasenroboter benutzen. 

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Möglichkeit für „Igelstation“ in Frankenthal und naher Umgebung gesucht!

Dringend Möglichkeit für „Igelstation“ in Frankenthal und naher Umgebung gesucht! 

Die Tierhilfe Frankenthal sucht dringend ab sofort eine Möglichkeit für die Einrichtung einer Igelstation für Igel in Not. Besonders im Frühling werden immer mehr Igelbabys und verletzte Tiere abgegeben. In einer Igelstation können sowohl verletzte als auch verwaiste Igel(-kinder) die nötige Versorgung und Verpflegung bekommen, bis sie ausgewildert werden.
Optimal wäre ein geschützter Innen- und Außenbereich (z.B. ungenutzter Kleingarten, Halle oder Schuppen) oder auch Alternativen für den Übergang. Die Tierhilfe Frankenthal freut sich über jedes Angebot oder Tipp, gerne auch zum Mieten.

Kontakt: Info@tierhilfe-frankenthal.de oder telefonisch unter 0175-1758866.

Soul – Tagebuch eines Igels: #12 Bin ich ein Krankheitsüberträger? Teil 2

Soul – Tagebuch eines Igels: #12 Bin ich ein Krankheitsüberträger? Teil 2

„Ich kann verstehen, dass mein Mensch Handschuhe anzieht, wenn sie mich zum Untersuchen oder Wiegen anfasst. Ich kann nämlich ganz schön stachelig sein. Aber Handschuhe zum Stall säubern – echt jetzt?“

  • Der Igel ist ein Wildtier und kann Träger vieler Bakterien sein, ohne selbst daran zu erkranken. Diese Bakterien können u.a. über den Kot und den Urin des Igels auf den Menschen übertragen werden. 
  • Zum Beispiel: Salmonellen oder Leptospiren (Infektionskrankheit), aber auch Hautpilze oder Zecken, beziehungsweise die durch Zecken übertragenen Krankheiten. 
  • Grundsätzlich gilt: Im Umgang mit Igeln sollte man die Grundregeln der Hygiene und das Tragen von Handschuhen beachten.
     

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Soul – Tagebuch eines Igels: #11 Bin ich ein Krankheitsüberträger? Teil 1

Soul – Tagebuch eines Igels: #11 Bin ich ein Krankheitsüberträger? Teil 1

„Im letzten Herbst wurde ich untergewichtig gefunden. Bei der Tierhilfe Frankenthal wurde ich von Petra Sommer nicht nur aufgepäppelt, sondern auch gegen Innen- und Außenparasiten behandelt. Dann durfte ich zu Sandra Habel umziehen: Und das, obwohl es dort Haustiere gibt – angeblich soll ich ja richtig viele Krankheiten übertragen ….“

  • Richtig ist, dass viele Igel-Parasiten in gleicher oder verwandter Form auch bei Haustieren vorkommen. Das Risiko, das vom Igel ausgeht, ist aber nicht groß.
  • Zum Beispiel: 
    Kokzidien: Diese Magen-Darm-Bakterien verursachen Durchfall und kommen bei vielen Haustieren vor. Sie sind aber für jede Tierart spezifisch.
    Lungenwürmer: Lungenwürmer sind auch für jede Tierart spezifisch – der Crenosoma striatum kommt nur bei Igeln vor
    Lungenhaarwurm: Der Capillaria aerophila ist ein häufiger Parasit bei Igeln. Theoretisch wäre ein Befall bei Hund und Katze zwar möglich, wurde bisher aber nur selten beobachtet.
  • Grundsätzlich gilt: Der Igel ist ein Wildtier. Im Umgang sollte man die Grundregeln der Hygiene und das Tragen von Handschuhen beachten.

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Soul – Tagebuch eines Igels: #10 Helikopter-Mum oder Kontroll-Freak?

Soul – Tagebuch eines Igels: #10 Helikopter-Mum oder Kontroll-Freak?

„Während ich im Winterschlaf bin, spannt mein Mensch tatsächlich Toilettenpapier vor meine Haustür. Was soll das denn bitte? Helikopter-Mum oder Kontrollfreak? Ich sehe ja gar nichts mehr…“

  • Kurze Unterbrechungen des Winterschlafes sind besonders bei Jung-Igeln nicht ungewöhnlich. Die Igel erwachen, bleiben aber meist im Nest und schlafen wieder weiter. Mit dem Toilettenpapier-Trick kann man leicht erkennen, ob der Igel aufgewacht ist und sein Haus verlassen hat oder ob er weiterschläft. Ist man unsicher, kann man auch vorsichtig ins Schlafhaus hineinschauen. Ein schlafender Igel ist so zusammengerollt, dass man nur Stacheln sieht. Berührt man ihn, richten sie sich im Zeitlupentempo auf. Dann ist alles in Ordnung. Bei einem kranken oder toten Igel sieht man Kopf und Pfoten.  

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Soul – Tagebuch eines Igels: #9 Was passiert mit mir?

Soul – Tagebuch eines Igels: #9 Was passiert mit mir?

„Ich werde ganz schön träge und müde – habe auch keine Lust mehr aus meinem Häuschen zu gehen. Was passiert nur mit mir?“

  • Der Winterschlaf ist ein hochkomplexer Prozess, bei dem das Nervensystem, der Hormonhaushalt, der Stoffwechsel und der Blutkreislauf genau abgestimmt miteinander reagieren. 
  • Igel fallen zuerst in einen Dämmerschlaf, dann in den Winterschlaf: Die Körpertemperatur sinkt von ca. 36 Grad auf etwa 5 Grad. Die Herzschläge sinken von ca. 200 auf 2-12 pro Minute. Die Atemfrequenz sinkt von 50 auf nur 13 Mal pro Minute.
  • Während des Winterschlafes leben die Igel von ihrem angefressenen Vorrat an Körperfett.

 Quelle: Pro Igel

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Soul – Tagebuch eines Igels: #8 Warum Winterschlaf?

Soul – Tagebuch eines Igels: #8 Warum Winterschlaf?

„Warum soll ich eigentlich in den Winterschlaf gehen? Ich habe hier doch täglich ein leckeres Buffet mit All-inklusive-Betreuung.“

  • Der Winterschlaf ist beim Igel kein „freiwilliges Verhalten“. Im Jahreszyklus ist er eine fest verankerte Verhaltensweise und setzt bei Nahrungsmangel und Kälte spontan ein. Deshalb sollte auch jeder Igel, der in menschlicher Obhut überwintert, schlafen, auch wenn es schon spät im Winter ist.  

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Soul – Tagebuch eines Igels: #7 Wiegetag

Soul – Tagebuch eines Igels: #7 Wiegetag

„Fleißig habe ich mir Speck angefuttert. Heute ist großer Wiegetag: Hoppla, ich habe ja ganz schön zugelegt und wiege über 700 Gramm. Ups…das Buffet wird abgeräumt – was soll das denn?“

  • Jung-Igel in menschlicher Obhut sollten vor dem Winterschlaf mindestens 600-700 Gramm wiegen. Dann sollte man jedem gesunden Tier – auch im betreuten Wohnen – unbedingt Gelegenheit zum Winterschlaf geben, wie es seiner Natur entspricht. 

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Soul – Tagebuch eines Igels: #6 Laktoseintoleranz

Soul – Tagebuch eines Igels: #6 Laktoseintoleranz

„Die Bar ist eröffnet: Wasser. Jeden Tag ein Schälchen frisches Wasser. Boah – voll laaaaaaangweilig. Kann es nicht mal etwas Anderes als Wasser geben?“ 

  • Igel trinken Wasser – niemals Milch füttern. Igel haben von Natur aus eine Laktoseintoleranz und können Milchzucker nicht abbauen und verdauen. Sie bekommen davon Durchfall, der bis zum Tod führen kann. Das Wasser füllt man in kippsicheren, flachen Glas- oder Porzellannäpfen. Die Menge ist von Igel zu Igel verschieden. 

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Tag des Igels

02. Februar 2019 – Heute ist Tag des Igels

Zum offiziellen „Tag des Igels“ statten wir alle Tierarztpraxen in unserem Versorgungsgebiet mit der neuesten Ausgabe von „Igel in der Tierarztpraxis“ vom überregionalen Igelschutzverein „Pro Igel“ aus.

Igel sind Wildtiere und sehr speziell in der Behandlung, Medikation und deren Dosierung. Der Igel steht bereits auf der Vorwarnliste der bedrohten heimischen Arten. Unser Engagement für Igel in Not: Damit es auch in Zukunft noch Igel gibt.

Soul – Tagebuch eines Igels: #5 Meine Nahrung

Soul – Tagebuch eines Igels: #5 Meine Nahrung

„Buffet eröffnet: Jeden Abend bekomme ich 200 Gramm Futter hingestellt, dass ich groß und stark werde. Mein Essen hat immer Zimmertemperatur, so schmeckt es mir am Besten. Immer wieder finde ich auch wieder kleine Leckerbissen aus getrockneten Heuschrecken, Seidenraupen & Mehlwürmern. Das ist lecker…“   

  • Igel sind Insektenfresser. Das Futter im „betreuten Wohnen“ sollte sich an seiner natürlichen Nahrung orientieren, also fett- und eiweißreich sein. Katzenfutter (Pate, ohne Stücke und Soße), ungewürztes gekochtes Ei oder ungewürztes angebratenes Hackfleisch geben dem „Pflege-Igel“ Kraft. Auf Dauer brauchen Igel auch Ballaststoffe. Hier kann man Weizenkleie, Haferflocken oder Igeltrockenfutter untermischen. Als Alleinfutter ist das im Handel erhältliche Igelfutter nicht geeignet. Es enthält zu viele Kohlenhydrate.

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Soul – Tagebuch eines Igels: #4 Meine Putzfrau

Soul – Tagebuch eines Igels: #4 Meine Putzfrau

„Ich habe meine eigene Putzfrau: Während ich schlafe, säubert mein Mensch den Stall. Abends duftet alles wieder frisch nach Stroh. Meine Verdauung funktioniert nämlich ausgezeichnet. Da ist mein Mensch immer wieder erstaunt. Meine Häufchen schaut sie sich immer ganz genau an. Muss wohl interessant sein?!“

Igelkot ist 2 bis 5 cm lang, oval, dunkelbraun und fest. An Kotfarbe und Konsistenz kann man Krankheiten erkennen. Daher sollte man sich die Hinterlassenschaften seines „Pflege-Igels“ immer genau anschauen.

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Soul – Tagebuch eines Igels: #3 Mein Tagesablauf

Soul – Tagebuch eines Igels: #3 Mein Tagesablauf

„Ich bin ein nachtaktives Tier – während ihr schlaft, bin ich wach. Da fresse ich dann fleißig, um mein Winterschlafgewicht zu erreichen. Anschließend kuschele ich mich wieder in meinen warmen Strohhaufen. Mehr als eine Stachelkugel im Stroh seht ihr von mir den ganzen Tag über nicht. Ich bin schließlich kein Kuscheltier…“

Igel sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere, da ihre bevorzugte Nahrung wie Laufkäfer, Insektenlarven und anderes Kleingetier ebenfalls hauptsächlich in der Dunkelheit unterwegs sind.

Wie geht es weiter?
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Soul – Tagebuch eines Igels: #2 Meine neue Unterkunft

Soul – Tagebuch eines Igels: #2 Meine neue Unterkunft

„Es war ganz schön aufregend, in mein neues Zuhause zu kommen. Mein Mensch war genauso aufgeregt wie ich, das konnte ich spüren. Aber es war toll, ein großer Holzstall mit zwei Zimmern, Futter und Wasser – das ist betreutes Wohnen vom Allerfeinsten. Ich glaube, da werde ich mich wohlfühlen…“ 

Jungigel, die beim Auffinden unter 300 Gramm wiegen, sind so unerfahren, dass sie sich noch keine Kenntnisse über ihren Lebensraum und das Leben in freier Natur aneignen konnten. Daher müssen diese Jungigel, trotz erreichtem Winterschlafgewicht, in eine „betreute Überwinterung“. Eine Auswilderung in einem unbekannten Gebiet ohne Lebensraumkenntnis würde den sicheren Tod bedeuten.

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Soul – Tagebuch eines Igels: #1 Meine Geschichte

Soul – Tagebuch eines Igels: #1 Meine Geschichte

„Es wurde langsam immer kälter: Verzweifelt irrte ich umher und suchte nach Futter. Ich war so hungrig. Und schwach… Ich hatte Angst.“

Soul wurde abgemagert und mit nur 180 Gramm bei der Tierhilfe Frankenthal abgegeben. Petra Sommer päppelte die kleine Igel-Lady liebevoll auf, bis sie mit ca. 500 Gramm in ein betreutes Winterquartier bei Sandra Habel von den Stadtwerken ziehen konnte.

  • Igel können im abgemagerten Zustand 10-15 Gramm am Tag zunehmen. Man rechnet pro Woche durchschnittlich mit 100 Gramm.


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„Soul – Tagebuch eines Igels“

„Soul – Tagebuch eines Igels“

„Ich wurde im Herbst geboren und im Winter abgemagert und viel zu schwach für den Winterschlaf gefunden… .“

Wie es weiter geht?

Alle Gedanken von Soul zu ihrer Überwinterung bis hin zu ihrer Auswilderung ab sofort jeden Sonntag aktuell bei uns im Facebook-Blog.

Willkommen "Little Soul"!

Willkommen „ Little Soul“!
Seit April 2018 arbeiten wir mit der Tierhilfe Frankenthal als „Igelpate“ zusammen. Wir unterstützen die Tierhilfe bei ihrem Einsatz für Igel in Not – damit es auch in Zukunft noch Igel gibt.

Little Soul
„Ich wurde abgemagert und viel zu schwach für den Winterschlaf bei Petra Sommer von der Tierhilfe Frankenthal abgegeben. Dort wurde ich wieder aufgepäppelt. Aber nun musste für mich ein betreutes Winterquartier gefunden werden – wo sollte ich nur hin?“

Und so entstand aus einer Igel-Story ein „Herzensprojekt“ für Igelprojekt-Betreuerin Sandra Habel von den Stadtwerken: Soul zog zur betreuten Überwinterung bei ihr ein. Ziel ist es, Soul im Frühjahr gesund und stark wieder auszuwildern.

Verfolgen Sie im Facebook-Blog „Soul – Tagebuch eines Igels“ alle Gedanken von Soul zu ihrer Überwinterung bis hin zu ihrer Auswilderung im Frühjahr. Natürlich werden auch Infos zur Pflege, zu Aufwand und Equipment nicht fehlen.

Unterstützung der Tierhilfe Frankenthal

 Stadtwerke haben Infostand der Tierhilfe im Fressnapf Frankenthal unterstützt

Für alle interessierten Besucher gab es leckere Stadtwerke Plätzchen-Igel, für jede Spende ab 10 EUR einen kuscheligen Stadtwerke Plüsch-Igel als kleines Dankeschön!

Im persönlichen Gespräch konnten sich alle Besucher bei Kaffee und Kuchen rund um Igel informieren. Zusätzlich gabs noch Dekoratives für kleines Geld für die Spendenkasse „Igel in Not“.

Alle Einnahmen kommen ausschließlich den Igeln zu Gute.

Winterschlaf

Winterschlaf

Um den Nahrungsmangel in der kalten Jahreszeit zu überbrücken, machen Igel einen Winterschlaf. Während dieser Zeit sind sie zu einer vollständig geschlossenen Kugel eingerollt und ihre Körperfunktionen auf ein Mindestmaß reduziert. So sinkt die Körpertemperatur von 36°C auf etwa 5°C, die Herzfrequenz von 180–250 Schlägen pro Minute auf 8–20 und die Atemfrequenz von 40–50 Atemzügen auf 3–4. 

Übrigens: Der Igel schläft nicht die ganze Zeit am Stück. Zwischenzeitliches Aufwachen ist normal, meistens verbleibt er dabei aber im Nest und bleibt deshalb unentdeckt.

Hungerfalte

Bewahrt hilfebedürftige Igel vor dem Hunger- und Kältetod!

Ein gesunder Igel hat von oben gesehen eine tropfenförmige, kugelige Silhouette. Mitte November sollten Jungigel mindestens 600 Gramm, ältere Igel mindestens 1000 Gramm wiegen.

Ein abgemagerter Igel sieht an den Flanken eingefallen aus. Tiere mit herausstehenden Hüftknochen, sichtbaren langen Beinen und deutlicher Einkerbung hinter dem Kopf (sog. „Hungerfalte) sind ausgehungerte Tiere, die vergeblich auf Futtersuche sind. In besonders schlechtem Zustand sind die Augen zudem sehr klein.

Diese Igel können ohne unsere Hilfe nicht überleben. Bitte informieren Sie die Tierhilfe Frankenthal (Tel. 0175-1758866), eine Igelstation oder einen igelkundigen Tierarzt.

Welche Igel brauchen Hilfe?

Igel gefunden! Was tun?

Nicht jeder Igel braucht Hilfe – aber wenn, muss es die richtige Hilfe sein!

Achtung: Igel gehören zu einer besonders geschützten Art und sind Wildtiere. Es ist verboten, gesunde Igel aus der Natur zu entnehmen. Erlaubt ist es, hilfebedürftige Igel sachgemäß aufzuziehen oder gesund zu pflegen. Suchen Sie sich dafür fachkundige Hilfe, entweder bei der Tierhilfe Frankenthal unter 0175 / 1758866, einer Igelstation oder einem igelkundigen Tierarzt.

Hilfe für Igel

AKTUELL: Unsere Igel brauchen Hilfe!
Augen auf im Garten, beim Spaziergang, auf der Straße vor der Haustüre: Die Dürre und Insektenknappheit sorgt aktuell für eine Flut von unterernährten und kranken Igel(kindern). Sie haben ohne unsere Hilfe keine Überlebenschance, wenn die kalte Jahreszeit beginnt.

Igelkinder, die unter 350 Gramm schaffen es nicht alleine. Erste Hilfe: Wärmen!

Wie erkenne ich einen kranken Igel?
Igel rollt sich nicht ein – Verletzungen – Abgemagert – Madenbefall – Fliegeneier.

Wenn Sie einen unterernährten oder kranken Igel finden, melden Sie sich unter 0175 / 1758866 bei der Tierhilfe Frankenthal
Leider sind unsere Igel mittlerweile vom Aussterben bedroht. Es zählt daher jedes Igelleben, das wir retten können.

Igelfreundlicher Garten

Igelfreundlicher Garten

Wir suchen Lebensmöglichkeiten immer mehr bei euch Menschen, weil wir in den landwirtschaftlich genutzten Geländen keine Lebensmöglichkeiten mehr finden.

Mit ganz einfachen Mitteln kann IHR Garten zum Paradies für zahlreiche Kleintiere gemacht und als Lebensraum für uns Igel & Co erhalten werden:

  • Durchschlüpfe in Mauern und Zäunen helfen beim Umherstreifen bei der Nahrungssuche
  • Naturnaher Garten statt Beton und Kies
  • Einheimische Pflanzen dienen als Nahrung für einheimische Tierarten wie Igel & Co
  • Kein Gift im Garten: Chemische Düngemittel und Insekten- und Unkrautvernichter stören das ökologische Gleichgewicht
  • Vorsicht beim Mähen sowie bei Aufräum- und Rodungsarbeiten
  • Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten in Büschen und Reisighaufen
  • Ein kleines Igelhaus als Überwinterungsquartier
  • Kleine Wasserschälchen helfen Igel & Co

Herbstbabies

„Herbstbabies“

Im September kamen noch einmal Igelbabies auf die Welt. 

Bis zum Wintereinbruch brauchen sie für den Winterschlaf ein Körpergewicht von mindestens 500 - 600 Gramm. Mittlerweile wird es aber allmählich kälter – umso schwieriger wird es für diese Jungigel, ausreichend Futter für den *Winterspeck* zu finden.

Wenn Sie einen Igel finden, ist das Körpergewicht entscheidend:
Körpergewicht kleiner als 300 Gramm:
Dieser Igel braucht Hilfe! Unter 0175/1758866 erhalten Sie Rat und Unterstützung von der Tierhilfe Frankenthal

Körpergewicht zwischen 300 und 500 Gramm:
In diesem Fall darf draußen zugefüttert werden: Mit Katzen-Nassfutter, angebratenem Hackfleisch oder Rührei (natürlich ungewürzt) kann der Jungigel am Tag ca. 10-15 Gramm zunehmen. Optimal ist zusätzlich ein Igelhaus. Sobald er sein notwendiges Gewicht erreicht hat, heißt es „ab in den Winterschlaf“.

Auswilderung

Der Abschied steht bevor: Buffy und Xenia werden ausgewildert

Wir fangen unsere Nahrung selbst und übernachten im Freigehege. Nun ist es Zeit Abschied zu nehmen: Die Türen unseres Freigeheges werden geöffnet und wir dürfen in die große weite Welt hinaus. Für die erste Zeit wird uns noch Fressen und Trinken bereitgestellt bis wir bereit sind uns endgültig zu verabschieden.

Bye bye Buffy und Xenia!

Riechen – Hören – Sehen – Schmecken

Riechen – Hören – Sehen – Schmecken

Ich bin Buffy: Heute gibt’s Infos über meine Nase, Ohren und Augen – und die passenden Fotos von meiner Babyzeit bis heute. Derzeit werde ich auf die Auswilderung vorbereitet.


Mein wichtigstes Sinnesorgan ist die Nase. Darauf kann ich mich immer verlassen. Selbst auf große Entfernungen wittere ich meine Nahrung, aber auch Familie und Feinde. 
Bei der nächtlichen Nahrungssuche verlasse ich mich auf meine Ohren. Obwohl sie nur ganz klein sind, sind sie sehr empfindlich und ich kann richtig gut hören.

Ich schnuppere direkt am Boden entlang und wühle mit meiner Schnauze in der Erde. So nehme ich alle Eindrücke mit meiner Schnauze und meinen Tasthaaren wahr.
Meine Augen sind nur schlecht ausgebildet. Das ist aber nicht so wichtig für mich. Als Nachttier verlasse ich mich auf meinen hervorragenden Geruchs- und Gehörsinn.

Über meinen Geschmackssinn lässt sich streiten. Besonders wählerisch bin ich nicht: Neben Regenwürmern fresse ich liebend gerne Aas oder Käfer. Für meine Ersatzmama Petra Sommer von der Tierhilfe Frankenthal riecht beides widerlich.

Umzug ins Freigehege

Umzug ins Freigehege – überwältigende Eindrücke

Buffy und Xenia dürfen in ein Freigehege umziehen.

Wir lernen dort, selbstständig Nahrung aufzuspüren und zu jagen. Das ist ungeheuer aufregend! 

Wir „schmecken“ so viele neue Gerüche und Eindrücke, dass wir uns erst einmal „bis zum Umfallen“ vollständig einspeicheln. 

Anschließend können wir uns zum Ausruhen in unser neues Igelhaus zurückziehen…

Meine Stacheln

Unsere Stacheln

Wir kommen bereits in rund 100 Baby-Stacheln auf die Welt. Diese sind weiß und noch relativ weich.

Nach wenigen Tagen fallen die weißen Stacheln aus und es wachsen in den ersten 10 Tagen bis zu 300 kurze braune Juvenile-Stacheln nach.

Im Alter von 14 Tagen bis zu 4 Wochen beginnt das Wachstum unseres finalen Stachelkleides. 

Bis wir ausgewachsen sind, haben wir 6000-8000 dunkel gebänderte Stacheln mit 2-3 cm Länge.

Interessant, wie sich da Stachelkleid verändert: Wir sind Xenia und Buffy. Wir wurden nur wenige Tage nach der Geburt mutterlos aufgefunden. Ohne Petra Sommer von der Tierhilfe Frankenthal hätten wir nicht überlebt.

Einrollen

Xenia übt einrollen!

Wenn ich entspannt bin, liegen meine Stacheln am Körper an. Erschrecke ich mich oder fühle ich mich bedroht, dann rolle ich mich zusammen. Ich ziehe sozusagen meine Haut zusammen, ziehe meine Beine an den Körper und mittels des Ringmuskels rolle ich mich zur Stachelkugel. Dafür brauche ich weniger als 1 Sekunde.

Das konnte ich schon als Baby-Igel…inzwischen bin ich schon eine richtig große Kugel geworden!

Xenia ist eine Handaufzucht der Tierhilfe Frankenthal.

Sich einspeicheln

Erinnern Sie sich noch? Wir Igel „schmecken“ Gerüche. Mit der Zunge aufgenommene Geruchsstoffe werden „bekaut“ bis ein schaumiger Speichel entsteht. Wir prüfen die darin enthaltenen Geruchsstoffe im Jacobsonschen Organ und spucken den Speichel anschließend unsere seitlichen Stacheln. Das nennt man „sich einspeicheln“.


Als Babyigel waren alle Gerüche neu für uns und wir sind ständig herumgekugelt. Denn auch „einspeicheln“ mussten wir üben. Nun sind wir größer und es sieht schon viel „professioneller“ aus.

Erste Ausflüge

Erste Ausflüge!

Wir werden neugierig: Wir wagen uns aus dem „Nest“, erkunden die Umgebung und versuchen, selbst Nahrung zu finden. Das ist gar nicht so einfach…

Feste Nahrung

Jetzt gibt’s feste Nahrung!

Gerade mal 3 Wochen alt bekommen wir nun unsere Milchzähnchen. Endlich gibts nach und nach feste Nahrung. Der Ersatzmilch wird zerkleinertes Rührei, Tartar oder Katzennassfutter beigemischt. Nach 30 Tagen gibt’s dann ausschließlich feste Nahrung und wir trinken Wasser dazu.

Wir haben Durst

Wir haben Durst …

Igel, Vögel und andere Wildtiere finden bei der anhaltenden Trockenheit und Hitze weniger Flüssigkeit – sie brauchen eure Unterstützung!

  • Kleine, flache Wasserschalen im Garten, Balkon oder Terrasse bieten Trink- und Bademöglichkeiten für Tiere
  • Wasser sollte mindestens einmal täglich gewechselt werden
  • Büsche, Laubreste oder alte aufgeschichtete Zweige bieten Schattenplatz für kleine Wildtiere
  • Vorsicht bei Wassereimern: Kleintiere könnten ertrinken

Schauen Sie mal unseren Igelchen zu, ist das nicht ein schöner Anblick?

Fortpflanzung

Je nach Klima und Witterung liegt die Paarungszeit der Igel zwischen Mai und August. Nach einer Tragezeit von 35 Tagen kommen vier bis fünf blinde und taube Igelbabys mit einem Gewicht von 15-20 Gramm zur Welt. Die Mehrzahl der Igel werden in den Monaten August und September geboren – in der wärmeren Rheinebene werden Igelbabys bereits schon ab Juni beobachtet.

Die Mutter säugt den Nachwuchs sechs Wochen lang, die Männchen haben mit der Aufzucht nichts zu tun. Nach 3-4 Wochen verlassen die Jungen erstmals das Nest, unternehmen selbstständig Ausflüge und beginnen feste Nahrung aufzunehmen.

Igelbabies gefunden

Igel-Babies gefunden – was tun?

Igel-Babies sind bis zu einem Alter von 14 Tagen noch blind und taub. Bis zu 6 Wochen werden die Babies von der Mutter gesäugt. Sie sind alleine hilflos und nicht überlebensfähig.

Igel-Babies, die sich außerhalb ihres Nestes befinden, noch geschlossene Augen und Ohren haben und sich kühl anfühlen, sind mutterlos und benötigen dringend Hilfe. Wichtig ist zuallererst Wärme –wenden Sie sich dann an die Tierhilfe Frankenthal unter 0175 1758866.

Wir schmecken Gerüche

Wir schmecken Gerüche!

Unser Hör-, Riech- und Tastsinn sind besonders ausgeprägt. Ein zusätzliches Sinnesorgan ist das Jacobsonsche Organ (zusätzliches Geruchsorgan). Begegnen wir einem unbekannten Geruch, beriechen und bekauen wir diesen, bis ein schaumiger Speichel entsteht. Den Speichel spucken wir unter großen Verrenkungen auf unserem Rücken wieder aus.

Das sieht lustig aus…

Wir werden groß und stark

Wir werden groß und stark!

Gefunden wurden wir, nur wenige Tage alt und knapp 30 Gramm schwer, das entspricht in etwa einem Fischstäbchen. Inzwischen sind wir ca. 14 Tage alt und haben unsere Augen und Ohren geöffnet. Unser Gewicht beträgt inzwischen 80 Gramm. 

Wir werden gepäppelt

Wir werden aufgepäppelt!

Bis sich unsere Augen und Ohren öffnen, bekommen wir Igel-Babies tagsüber acht und nachts zwei Mahlzeiten. Schrittweise wird die Anzahl der Mahlzeiten reduziert, die jeweilige Nahrungsmenge erhöht. Täglich nehmen wir ca. 4-7 Gramm am Tag zu, später dann sogar bis zu 10 Gramm.

Unsere Ersatz-Mama päppelt uns mit Aufzuchtsnahrung und kleinen Einmalspritzen liebevoll auf, damit wir groß und stark werden!

Erste Igelbabies

Die ersten Igelbaby-Findlinge 

Vier, nur wenige Tage alte, mutterlose Igelbabies wurden gefunden. Bis zum Alter von 6 Wochen werden die Kleinen von der Mutter gesäugt. Ohne Mutter sind sie hilflos und unselbstständig. Diese Igelchen müssen richtig gepflegt und aufgepäppelt werden, um zu überleben. Darum kümmert sich die Tierhilfe Frankenthal.

Auswilderung

Wir haben es geschafft!

Wir wurden nach dem Winterschlaf gefunden: Untergewichtig, dehydriert und mit Parasitenbefall.

Über mehrere Wochen liebevoll aufgepäppelt und behandelt, konnten wir wieder ausgewildert werden.

Danke an die Tierhilfe Frankenthal und unseren Igel-Paten, die Stadtwerke Frankenthal!

Stadtwerke werden IGEL-Pate

Stadtwerke werden IGEL-Pate

Nicht nur exotische Tiere wie Pandas und Eisbären sind vom Aussterben bedroht. Auch viele heimische Tierarten kämpfen ums Überleben. Daher engagieren wir uns bereits für das Überleben der Bienen – unsere Bienenstory können Sie jede Woche hier und auf Facebook verfolgen!

Wussten Sie, dass auch der Igel auf einer Vorwarnliste für die rote Liste der bedrohten heimischen Arten steht? Deshalb steht er in vielen europäischen Ländern bereits unter strengem Naturschutz.

Die moderne Land- und Forstwirtschaft hat seinen natürlichen Lebensraum weitgehend zerstört. Der großflächige Einsatz von Pestiziden und die zunehmende Flächenversiegelung sind weitere Bedrohungen. Auch der eigene Garten bietet selten geeignete Nist- oder Überwinterungsmöglichkeiten.

Diese Probleme können wir natürlich nicht lösen – aber wie in anderen Bereichen der Nachhaltigkeit (u.a. Erneuerbare Energien, Elektromobilität und unser Bienenprojekt) wollen wir uns engagieren. Als Igel-Pate unterstützen wir die Tierhilfe Frankenthal bei ihrem Pflege-Einsatz für die Igel.

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