Mit der Wärmepumpe die kostenlose Umweltwärme nutzen und Energie sparen

Fast 90% des Energieverbrauchs in einem Durchschnittshaushalt werden zum Heizen und zur Erwärmung von Wasser benötigt.
Fossile Brennstoffe werden knapp - um eine ausreichende Energieversorgung in den nächsten Jahrzehnten zu sichern, gewinnen Alternativen immer mehr an Bedeutung.

Eine Wärmepumpe nutzt größtenteils die in der Umwelt vorhandene Wärme. Beim stattfindenden Umwandlungsprozess werden keine Schadstoffe freigesetzt.

Bei einer Wärmepumpenheizung handelt es sich um eine Heiztechnik, die grundsätzlich mit jedem anderen Heizsystem vergleichbar ist. Sie besteht aus einem Wärmeerzeuger und einem Wärmeverteilsystem, den Heizkörpern, der Fußbodenheizung oder was sonst immer Ihren Vorstellungen entspricht.
Durch die Nutzung der von der Natur kostenlos angebotenen Wärme lassen sich die Heizkosten bemerkenswert verringern - 50% oder auch mehr!

Moderne Heiztechnik mit altbewährtem Prinzip

Wärmepumpen werden in der Heizungs- und Lüftungstechnik eingesetzt. Sie unterscheiden sich durch die Energiequellen, die sie nutzen, und nach den Medien, an die sie die Energie wieder abgeben.

Grob lassen sie sich in verschiedene Gruppen unterteilen: Luft-Wasser-, Wasser-Wasser-, Sole-Wasser- und Luft-Luft-Wärmepumpen. Grundsätzlich arbeiten alle Wärmepumpen nach dem gleichen Prinzip.

Die Funktionsweise einer Wärmepumpe lässt sich mit der eines Kühlschranks vergleichen. Beim Kühlschrank wird die Wärme aus dem zu kühlenden Innenraum von einem Kältemittel aufgenommen, nach außen transportiert und dann auf der Rückseite des Kühlschranks an die Umgebung abgegeben. Anschließend wird das Kältemittel wieder heruntergekühlt, um erneut unerwünschte Wärme aus dem Kühlschrankinneren aufnehmen zu können. Das Kältemittel dient dabei nur dem Energietransport von der kalten zur warmen Seite und unterliegt dabei ähnlichen Gesetzmäßigkeiten wie die Luft in einer Fahrradluftpumpe. Wird das Kältemittel durch den Kompressor unter Druck gesetzt, so steigt die Temperatur des Kältemittels an. Dies ist auch beim Aufpumpen eines Fahrradreifens zu spüren. Das Prinzip funktioniert auch andersherum: wird das Kältemittel stark entspannt (geringer Druck), so kühlt es sich entsprechend stark ab.

Das starke entspannte, sehr kalte Kühlmittelkann aufgrund der großen Temperaturdifferenz auch aus einer relativ kühlen Wärmequelle (Grundwasser im Durchschnitt 8° C) vergleichsweise viel Wärme aufnehmen. In diesem "warmen" Zustand wird es durch den Kompressor weiter verdichtet. Dies erhöht die Temperatur des Kältemittels zusätzlich und kann jetzt effektiv für Heizzwecke genutzt werden. Nachdem die Heizwärme abgegeben wurde, beginnt der Kreislauf von vorne.

Die in den heutigen Wärmepumpen für den "Energietransport" benutzten Kühlflüssigkeiten bzw. Kältemittel sind umweltverträglich, FCKW- und FKW-frei und unbrennbar.

Die Energie, die zur Verdichtung des Kältemittels notwendig ist, muss als Fremd- bzw. Hilfsenergie zugeführet werden (Strom oder Erdgas).

Für jede Wärmequelle das richtige Wärmepumpensystem - Erdreich, Grundwasser und Luft als Energielieferant

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Erdwärme als Energiequelle. Von Vorteil ist bei der Nutzung des Erdreichs die relativ konstante Temperatur auf Einbauniveau der Schleifen / der Sonde und somit eine hohe Effizienz bei der Energielieferung. Nachteil: Erdwärmekollektoren benötigen eine relativ große Fläche (ca. das 1-2-fache der beheizten Wohnfläche); das Errichten von Erdwärmesonden ist noch relativ teuer.


Bei der Wasser-Wasser-Wärmepumpe dient Grundwasser als Energiequelle. Dafür wird ein Brunnen (Entnahmebrunnen) errichtet, aus dem die Wärmepumpe mit Grundwasser versorgt wird. Die Wärmepumpe entzieht dem Wasser die Wärme(energie), das heißt, das Wasser wird abgekühlt und anschließend über einen zweiten Brunnen (Schluckbrunnen) wieder dem Erdreich zugeführt.
Auch die Wärmequelle Grundwasser bietet den Vorteil einer konstanten Temperatur; allerdings können Probleme durch Schwankungen in der chemischen Zusammensetzung des Grundwassers auftreten.






Die Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Außenluft als Energiequelle. Da die meiste Heizenergie bei sehr niedrigen Außentemperaturen benötigt wird, verwendet man an extrem kalten Tagen sehr häufig eine zusätzliche Heizquelle, z. B. eine Elektroheizpatrone. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe als alleiniges Heizsystem kann allerdings ausreichen, wenn das Haus einen sehr niedrigen Heizwärmebedarf hat.
Die Vorteile dieser Wärmepumpe sind eindeutig die einfache Installation und die niedrigeren Investitionskosten. Witterungsbedingt jedoch kann es zu Schwankungen des Wirkungsgrades kommen. Daher eignet sich dieses Wärmepumpensystem für die Warmwasserbereitung nur bedingt.

Bei der Luft-Luft-Wärmepumpe wird als Energiequelle Luft verwendet; Luft ist auch gleichzeitig Wärmetransporteur. Die Beheizung des Gebäudes erfolgt also nicht über Heizkörper, sondern über ein Lüftungssystem. Gerade für moderne Häuser, die entsprechend der gültigen Vorschriften luftdicht und energiesparend gebaut sind, bietet sich der Einsatz einer Luft-Luft-Wärmepumpe an.
Bei niedrigem Wärmebedarf im Haus - einem Niedrigenergiehaus oder gar einem Passivhaus - ist die Heizleistung dieser Lüftungstechnik sogar so groß, dass damit das Haus vollständig beheizt werden kann.

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